Checkliste: Erstausstattung für Hundewelpen

Wenn du dir bereits einen Welpen ausgesucht hast und noch unsicher bist, was du alles als Erstausstattung für Hundewelpen benötigst, dann hilft dir diese Checkliste dabei! So bist du gut vorbereitet auf die Ankunft und kannst dich entspannt zurücklehnen.

Bevor du loslegst und die Checkliste abarbeitest, kannst du vorher noch deinen Züchter des Vertrauens fragen, ob du eine Erstausstattung von ihm erhälst. Sonst kaufst du alles doppelt, und das wäre ja sehr ärgerlich.

 

Zu der Grundausstattung sollte gehören:

  • Futternapf & Wassernapf
    Dein Welpe sollte immer frisches Wasser haben, und auch für das Hundefutter ist ein Napf empfehlenswert. Futternäpfe gibt es in zahlreichen unterschiedlichen Farben, Ausführungen und Materialien.

    Meine persönliche Empfehlung sind Näpfe aus Edelstahl oder Keramik. Diese sind sehr leicht zu reinigen und halten ewig, wenn man sie nicht gerade fallen lässt. Es spricht auch nichts gegen Kunststoffnäpfe, aber ich bin kein großer Fan davon. Wer es individuell mag, für den gibt es sogar personalisierte Hundenäpfe, passend mit dem Namen deines Welpen.

    Bei der Reinigung solltest du auf Reinigungsmittel verzichten und am besten nur auf heißes Wasser zurückgreifen. Falls der Napf dafür geeignet ist, kann dieser auch alle paar Wochen mit in den Geschirrspüler.

  • Hundefutter
    Natürlich muss auch das richtige Hundefutter bereitstehen, damit dein Welpe auch gut genährt werden kann. Frag am besten deinen Züchter, welches Futter die Welpen aktuell bekommen.

    Es ist für deinen Welpen schon Schock genug, von seinen Geschwistern und seiner Mutter plötzlich getrennt zu sein. Deshalb ist es empfehlenswert, das selbe Futter vorerst weiterhin zu verwenden, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Wenn sich dein Hundewelpe eingelebt hat und du ein besseres Hundefutter gefunden hast, kannst du nach und nach das Futter umstellen.

  • Halsband & Hundeleine
    Damit du mit deinem neuen Familienmitglied auch gefahrlos rausgehen kannst, sind Halsband und Hundeleine unabdingbar. Je früher du deinen Hund an ein Halsband und an die Leinenführung gewöhnst, desto weniger Probleme wirst du später bekommen.

    Für Leine und Halsband kann man viel Geld ausgeben, in den ersten Monaten empfehle ich günstige Nylonhalsbänder. Hier sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Enden ordentlich vernäht oder vernietet sind. Billige Halsbänder erkennt man oftmals daran, dass die Enden verklebt sind. Dies birgt die Gefahr, dass sich der Kleber löst wenn der Hund stark zieht oder in der Leine hängt.

    Achte außerdem darauf, dass die Kanten des Halsbands nicht scharfkantig sind. Dies könnte zu Verletzungen führen und sollte unbedingt vermieden werden. Auch sollte die richtige Größe für deinen Hund gewählt werden.

    Von flexiblen Hundeleinen rate ich persönlich ab, da der Hund kein richtiges Feedback bekommt und die Spannung in der Leine nicht „fühlt“. Für eine gute Verbindung zwischen Hund und Halter finde ich die klassische Hundeleine immer noch am Besten. Letztendlich muss das aber jeder selbst für sich entscheiden.

  • Hundekorb, Kissen oder Hundedecke
    Damit sich dein kleiner Vierbeiner von Anfang an wohlfühlt, braucht er selbstverständlich auch ein kuscheliges Plätzchen zum schlafen und ausruhen. Auch hier ist die Auswahl groß und vielfältig.

    Wir sind für unsere großen Labrador Mädels immer gut mit Hundekörbchen aus Stoff mit abnehmbarem Bezug gefahren. Wichtig ist, dass die Unterlage weich und kuschelig ist und dass der Stoff waschbar ist. Denn schnell fängt der Stoff an zu riechen, wenn die Hunde sich mal nass oder schmutzig in das Körbchen legen. Von Bakterien und Erregern mal ganz abgesehen.

    Bei Hundekörben gibt es manchmal das Problem, dass die Welpen auf den Korb herumkauen und sich dabei verletzen. Hier ist anfangs ein Stoffkörbchen oder Kissen evtl. die bessere Wahl.

  • Bürste & Kamm (je nach Rasse)
    Je nach Hunderasse sind Bürste oder Kamm empfehlenswert. Insbesondere bei Langhaar-Rassen kann auf einen Kamm meist nicht verzichtet werden. Am besten direkt beim Züchter informieren, dieser sollte genau wissen, worauf zu achten ist.
  • Anschnaller & Decke fürs Auto
    Um den Welpen bestmöglich zu sozialisieren und zu erziehen, haben wir regelmäßig die Hundeschule für Welpen besucht. Um für einen sicheren Transport mit dem Auto zu sorgen, sollte auch ein Anschnaller fürs Auto zum Repertoir gehören. Laut gesetzlichen Regelungen muss der Hund dann jedoch ein Hundegeschirr tragen, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

    Empfehlenswert ist auch eine Schondecke fürs Auto, falls du deinen Hund auf der Rücksitzbank transportieren musst. Denn schnell sind die Polster verschmutzt und voller Hundehaare, und jeder der schonmal Hundehaare auf den Autopolstern hatte weiß, wie schwierig sie wieder zu entfernen sind.

    Wer das nötige Kleingeld hat, kann natürlich auch zur sichereren Variante, einer Transportbox fürs Auto greifen.

  • Spielzeug
    Damit der Kleine sich auch austoben kann und du ordentlich mit ihm spielen kannst, darf das passende Hundespielzeug natürlich auch nicht fehlen. Hier sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt.

Spielzeug für Hundewelpen

Es gibt jedoch einige Dinge, die du vermeiden solltest:

  • mit Schuhen spielen… ist zwar anfangs niedlich und witzig… Doch schnell sieht der Hund aus jedem Schuh ein Spielzeug und wird eines Tages auch deine Lieblingsschuhe zerkauen oder die Schnürsenkel zerfetzen.

    Wir haben hier leider den Fehler bei unserer jüngeren Hündin gemacht und mussten monatelang unsere Schuhe auf der Treppe oder auf Schränken „verstecken“. Denn sobald man mal nicht in Sichtweite ist, schnappt sich der Hund heimlich deinen Schuh und kaut seelenruhig im Körbchen daran herum. Und spätestens wenn dein Hund 25 kg wiegt ist das dann nicht mehr niedlich!

  • mit Tennisbällen spielen… sollte vermieden werden. Das Material bzw. die Oberfläche eines handelsüblichen Tennisballs sorgt durch ihre Beschaffenheit für einen Abrieb des Zahnes, wenn der Hund darauf herumkaut. Das muss nicht sofort geschehen, aber auf dauer können Tennisbälle Zähne und Zahnfleisch definitiv schädigen.

Wenn du die obige Checkliste abgearbeitet hast, bist du erstmal gut vorbereitet auf die Ankunft deines Hundewelpen. Bücher über das Verhalten oder die Hundeerziehung sind auch immer eine gute Idee und man kann sich schon vorher darauf vorbereiten, wie man auf welche Verhaltensweisen bestmöglichst reagiert.

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